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Plaumenkuchen

Ein Pflaumenkuchen ist nicht immer ein Pflaumenkuchen! Vor allem wenn das Wort Pflaume nur ein Synonym für etwas anderes ist.

Meine Tochter nimmt dieses Wort für unreife, selbstsüchtige und egoistische Männer, die meinen sich durch eine " Beziehung" das Recht einen freien und kostenlosen Zugang zu unserem Kühlschrank und WLAN zu bekommen. Diese Exemplare kaufen sich einen Fischburger bei Nordsee, aber fragen nicht nach, ob wir auch etwas wollen. Die Tatsache, dass sie bei uns Wasser und Strom ohne Nachdenken verbrauchen, aber uns keine Gegenleistung anbieten. Wenn wir hingegen dieser Herren in ihrem eigenen Zuhause besuchen für ein paar Tage, dürfen wir uns an dem Einkauf beteiligen, natürlich zu 2/3!

 Ich habe es schon erlebt, dass ein solcher Typ ein ganzes Brotleib innerhalb einer Stunde bei uns aufgegessen hatte, dabei hatte ich dieses Brot für uns alle 3 für die ganze Woche gekauft. Seine Begründung war der Hammer. Seine Eltern wollten sich an ihm gesund sparen und haben es mir überlassen ihn mit unseren eh schon knappen Ressourcen durchzufüttern. Seine Mutter hat mir beim 2.Treffen schon direkt ins Gesicht gesagt, dass ich am besten sofort alles für ein baldiges " Werfen" vorbereiten sollte. Die Frage, ob ich überhaupt noch weitere Kinder in diesem kinderfeindlichen Deutschland bekommen will, wurde mir nicht gestellt. Ich habe am Ende zum Glück keine weiteren Kinder mit diesem Prachtexemplar bekommen. Er war ja selber noch eines! Ich weiss nicht, ab welchen Moment die Mutter es verpasst hat, aus ihm einen lebensfähigen Mann zu machen, aber es lohnt sich definitiv nicht, einen männlichen und geistigen Mimikri als Partner zu haben.

Fazinierend ist auch der Internetkonsum dieser Exemplare, der dazu führt, dass Sie zwar jeden Highscore in einem beliebigen Onlinegame knacken können, sich gut online über ihren Lieblingsverein unterhalten können, das Smartphone andauernd piepst; aber es nicht für nötig halten, für die " Freundin" mal die Kisten in den Keller zu bringen, abzuwaschen oder sonstige Tätigkeiten zu machen, damit die Freundin entlastet ist. Meine Kisten stehen immer noch im Flur. Ich denke mal, dass ich eine gute  Freundin um Hilfe fragen werde, ob sie mir dabei helfen kann.

Nachdem ich nun alle " Merkmale " solcher Beziehungsparasiten umschrieben habe, muss ich aber dennoch etwas positives zu diesem Typus Mann sagen. Da sie nach dem Trägheitsgestzt leben, hat man als Frau genug Zeit sich ihre nicht so rosigen Seiten genauer anzuschauen, und kann sich somit eine tolle Argumentationsliste für die Trennung ausarbeiten. In manchen Fällen kann frau sogar eine Gewichtung erarbeiten, je nach Trägheitsgrad des Gegenübers! Sobald man dann die Trennungsphase einläutet, den angehenden Ex behutsam mit seinen " Eigenheiten" konfrontiert ,dann langsam merkt, wie stark ihre innere Trägheit ausgesprägt ist und wie schwer es ihnen fällt, mit ihren Schwächen umzugehen; desto eher ist man als Frau froh, dass diese Exemplare definitiv keine Freundschaft mit dir nach der Trennung mehr haben wollen.

Nichts desto trotz schmeckt mir immer noch ein guter hausgemachter Pflaumenkuchen. Die armen Pflaumen, die natürlich an ihrem Baum hängen, können nichts dafür, dass menschliche Pflaumen einer anständigen Partnersuche im Weg liegen. 

 

1.10.16 07:10


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Generation Z

Laut Studien gehöre ich  noch zur Generation Y , wobei ich aber eher die Werte der vorherigen Generation bewusst vertrete und diese auch an meinen Nachwuchs weiter gegeben habe.Bücher gibt es bei uns zumindest noch in analoger Form in unserem Haushalt und sie werden auch noch gelesen.

 

Wenn man sich das Profil der Generation Z so mal genauer anschaut, wird das wohl am Ende eine Generation von Freiberuflern werden, die örtlich flexible sind, hauptsache es ist eine Steckdose in der Nähe und es gibt ein anständiges W-LAN - Netz. Da kommt mir aber ganz spontan die Frage hoch, was machen unsere internetafinen zukünftigen Arbeitnehmer eigentlich, wenn der Strom ausfällt für einen längeren Zeitraum.  Werden die dann zappelig und leiden unter Entzugserscheinungen?

Ich benutze mein Internet als besseren Fernseher, als Kommunikationsmittel für weit weg wohnende Freunde oder mir schnell einen Überblick zu verschaffen. Hinzu kommt die Suche nach passenden Arbeitsstellen und die dazugehörigen Onlinebewerbungen,die aus der personalrechtlichen Sicht eigentlich schon ein Einstufungstest ist ( Dauer, Anzahl der Korrekturen, Anzahl der Klicks). Bei meiner Weiterbildung habe ich vor allem eines gelernt, so eine Onlinebewerbung ist die einfachste Methode, um das Bewerberprofil mit dem Anforderungsprofil in weniger als 2 Sekunden zu vergleichen.Für meine Tochter gibt es wunderbare Wissensendungen kostenlos im Netz, wobei ich aber an Werktagen den Konsum einschränke bei ihr, damit sie auch mal wieder ein analoges System wie das gute alte Buch in die Hand nimmt. 

Aber nun zurück zu unserer Generation Z, die Internet und Realität zu einem Ganzen verschmolzen hat. Wie will man diesen Nachwuchskräften eigentlich erklären, dass das Handy nichts bei einem Mitarbeitergespräch zu suchen hat? Oder wie will man diese davon abhalten, während der Arbeit zur Entspannung den kleinen hippen Online-Garten zu pflegen? Ich muss auf Arbeit im Moment mein Handy wegsperren, während meiner Arbeitszeit. Wenn meine Tochter mich erreichen will, muss sie bei der Rezeption anrufen.

Wie war das eigentlich früher, als Handys in der Einführungsphase ein riesiger Kostenfaktor waren und das Festnetztelefon noch ohne intergrierten Internetanschluss gewesen ist?

Es war angenehmer! Man hat während des Gespräches sich noch in die Augen geschaut, und nicht auf das Handy. Es gab noch Abende , in denen es positive interpersonelle Kommunikation gab (Skat, Brettspiele, ...) und es galt nicht als persönlicher Angriff, wenn man aktiv seine Umgebung wahr genommen hat. Liebesgeschichten wurde entweder per Brief,Telefon, beste Freundin oder persönliche Begegnung begonnen oder beendet. Ich hätte meine 2 weiteren Sprachen nicht per Internet lernen können, ich bin dankbar für jedes gute Gespräch und jedes gute Buch!

Man eckt heute ja schon an, wenn man mit seiner Tochter spazieren geht und sich bei einem persönlichen Gespräch lustige Tiergeschichten ausdenkt, um sich von der alltäglichen Anspannung zu lösen. Wieso glauben sich dann testoronbetrunkene Jungbullen in Begleitung des Zielobjektes eigentlich  dazu berechtigt, dieses wunderbare phantasievolle Gespräch stören zu dürfen. Ist Mütter- Bashing von den heutigen Kindern von spätgebärenden Heli- Eltern heute ein Nationalsport?

Heute habe ich fasziniert an der Haltestelle einer Zwillings-Mutti dabei zugeschaut, wie sie aktiv auf ihre beiden Engel eingegangen ist . Es war toll!

Kommt da so ein Heli-Teenager (Top gestylt, teure Markenklammotten, gegeltes Haar , sichtbarer Friseurbesuch)  und macht auf Mutprobe, weil er neben mir steht. Seine Kumpels grinsen fett im Hintergrund , er hat sich wichtig getan und geht zurück zu seiner Herde. Da diese Gruppe ja meine Aufmerksamkeit, so unbedingt haben wollte, zücke ich meine Handykamera ,fokusiere meine Handykamera auf den Turm im Hintergrund, sodass ich die schöne Aussicht auf dem Bild habe, aber nicht einen Haufen pubertierender Herdentiere. Ihr Verhalten war danach nicht mehr so cool. Und ich habe ihnen natürlich bestätigt,dass ihre Bildrechte nicht angegriffen wurden, wobei ich mir sicher bin, dass es mehr Fotos von Ihnen auf irgendwelchen Internetforen gibt, die jeder Ottonormalverbraucher sofort kopieren und bearbeiten kann. Und bei der Bearbeitung ist den neuen Photoshop-Programmen ja keine Grenze mehr gesetzt. Dann werden sie für immer im weltweiten Netz wahr genommen. Aber mal ganz ehrlich, wenn es heute als Mutprobe angesehen wird, genervte/ müde/ gestresste Erwachsene zu nerven, leben wir in einem Zeitalter der Weicheier! Ich hätte ihm erzählen sollen, dass ich eigentlich nur auf meine Tochter warte, die im Moment einen Gipsarm trägt, aber wer solche Aktionen startet, läuft bei mir unter empathielos.

 

 

20.9.16 20:15


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