Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 

Letztes Feedback


http://myblog.de/gekonntabkotzen

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Generation Z

Laut Studien gehöre ich  noch zur Generation Y , wobei ich aber eher die Werte der vorherigen Generation bewusst vertrete und diese auch an meinen Nachwuchs weiter gegeben habe.Bücher gibt es bei uns zumindest noch in analoger Form in unserem Haushalt und sie werden auch noch gelesen.

 

Wenn man sich das Profil der Generation Z so mal genauer anschaut, wird das wohl am Ende eine Generation von Freiberuflern werden, die örtlich flexible sind, hauptsache es ist eine Steckdose in der Nähe und es gibt ein anständiges W-LAN - Netz. Da kommt mir aber ganz spontan die Frage hoch, was machen unsere internetafinen zukünftigen Arbeitnehmer eigentlich, wenn der Strom ausfällt für einen längeren Zeitraum.  Werden die dann zappelig und leiden unter Entzugserscheinungen?

Ich benutze mein Internet als besseren Fernseher, als Kommunikationsmittel für weit weg wohnende Freunde oder mir schnell einen Überblick zu verschaffen. Hinzu kommt die Suche nach passenden Arbeitsstellen und die dazugehörigen Onlinebewerbungen,die aus der personalrechtlichen Sicht eigentlich schon ein Einstufungstest ist ( Dauer, Anzahl der Korrekturen, Anzahl der Klicks). Bei meiner Weiterbildung habe ich vor allem eines gelernt, so eine Onlinebewerbung ist die einfachste Methode, um das Bewerberprofil mit dem Anforderungsprofil in weniger als 2 Sekunden zu vergleichen.Für meine Tochter gibt es wunderbare Wissensendungen kostenlos im Netz, wobei ich aber an Werktagen den Konsum einschränke bei ihr, damit sie auch mal wieder ein analoges System wie das gute alte Buch in die Hand nimmt. 

Aber nun zurück zu unserer Generation Z, die Internet und Realität zu einem Ganzen verschmolzen hat. Wie will man diesen Nachwuchskräften eigentlich erklären, dass das Handy nichts bei einem Mitarbeitergespräch zu suchen hat? Oder wie will man diese davon abhalten, während der Arbeit zur Entspannung den kleinen hippen Online-Garten zu pflegen? Ich muss auf Arbeit im Moment mein Handy wegsperren, während meiner Arbeitszeit. Wenn meine Tochter mich erreichen will, muss sie bei der Rezeption anrufen.

Wie war das eigentlich früher, als Handys in der Einführungsphase ein riesiger Kostenfaktor waren und das Festnetztelefon noch ohne intergrierten Internetanschluss gewesen ist?

Es war angenehmer! Man hat während des Gespräches sich noch in die Augen geschaut, und nicht auf das Handy. Es gab noch Abende , in denen es positive interpersonelle Kommunikation gab (Skat, Brettspiele, ...) und es galt nicht als persönlicher Angriff, wenn man aktiv seine Umgebung wahr genommen hat. Liebesgeschichten wurde entweder per Brief,Telefon, beste Freundin oder persönliche Begegnung begonnen oder beendet. Ich hätte meine 2 weiteren Sprachen nicht per Internet lernen können, ich bin dankbar für jedes gute Gespräch und jedes gute Buch!

Man eckt heute ja schon an, wenn man mit seiner Tochter spazieren geht und sich bei einem persönlichen Gespräch lustige Tiergeschichten ausdenkt, um sich von der alltäglichen Anspannung zu lösen. Wieso glauben sich dann testoronbetrunkene Jungbullen in Begleitung des Zielobjektes eigentlich  dazu berechtigt, dieses wunderbare phantasievolle Gespräch stören zu dürfen. Ist Mütter- Bashing von den heutigen Kindern von spätgebärenden Heli- Eltern heute ein Nationalsport?

Heute habe ich fasziniert an der Haltestelle einer Zwillings-Mutti dabei zugeschaut, wie sie aktiv auf ihre beiden Engel eingegangen ist . Es war toll!

Kommt da so ein Heli-Teenager (Top gestylt, teure Markenklammotten, gegeltes Haar , sichtbarer Friseurbesuch)  und macht auf Mutprobe, weil er neben mir steht. Seine Kumpels grinsen fett im Hintergrund , er hat sich wichtig getan und geht zurück zu seiner Herde. Da diese Gruppe ja meine Aufmerksamkeit, so unbedingt haben wollte, zücke ich meine Handykamera ,fokusiere meine Handykamera auf den Turm im Hintergrund, sodass ich die schöne Aussicht auf dem Bild habe, aber nicht einen Haufen pubertierender Herdentiere. Ihr Verhalten war danach nicht mehr so cool. Und ich habe ihnen natürlich bestätigt,dass ihre Bildrechte nicht angegriffen wurden, wobei ich mir sicher bin, dass es mehr Fotos von Ihnen auf irgendwelchen Internetforen gibt, die jeder Ottonormalverbraucher sofort kopieren und bearbeiten kann. Und bei der Bearbeitung ist den neuen Photoshop-Programmen ja keine Grenze mehr gesetzt. Dann werden sie für immer im weltweiten Netz wahr genommen. Aber mal ganz ehrlich, wenn es heute als Mutprobe angesehen wird, genervte/ müde/ gestresste Erwachsene zu nerven, leben wir in einem Zeitalter der Weicheier! Ich hätte ihm erzählen sollen, dass ich eigentlich nur auf meine Tochter warte, die im Moment einen Gipsarm trägt, aber wer solche Aktionen startet, läuft bei mir unter empathielos.

 

 

20.9.16 20:15
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung